Buch: I is for Impasse

Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst

I is for Impasse. Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst
Käthe von Bose, Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Karin Michalski & Pat Treusch (Hg.)

2015, 148 Seiten, zahlreiche s/w und Farbabbildungen

978 3 94221 1421 6 . € 16,-


Mit Beiträgen von: Ann Cvetkovich, Chris Tedjasukmana, Anja Michaelsen, Jack Halberstam, Flamingo Shadow, Mike Laufenberg, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Henriette Gunkel, Elahe Haschemi Yekani, Beatrice Michaelis, Heather Love, Ins A Kromminga

I is for Impasse erläutert Ann Cvetkovich auf einem Bett sitzend im Videokunstfilm The Alphabet of Feeling Bad und verweist damit auf das Gefühl, in einer Sackgasse – impasse– festzustecken. Gefühlt weder vor noch zurück zu können, beschreibt emotionale Situationen, die häufig durch soziale Ungleichheit und Herrschaftsstrukturen bedingt sind, aber als individuell abgetan werden. Doch kann nicht auch eine solche Situation eine Öffnung für Andere(s) bewirken und Raum entstehen lassen für queer-politische Praktiken? Statt negative Gefühle möglichst schnell überwinden zu wollen, machen die künstlerischen, alltagsnahen, aktivistischen und wissenschaftlichen Beiträge dieses Buches Vorschläge für eine queer-feministische Auseinandersetzung um affektive Politiken. 



Inhalt

Käthe von Bose, Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Karin Michalski & Pat Treusch: Einleitung

Ann Cvetkovich & Karin Michalski: The Alphabet of Feeling Bad

Chris Tedjasukmana: Feel Bad Movement. Affekt, Aktivismus und queere Gegenöffentlichkeiten

Anja Michaelsen: Nicht-Trauern-Können und demonstratives Trauern. Affektive Folgen rassistischer Gewalt

Jack Halberstam: “A Path So Twisted”: Thinking Wildly With and Through Punk Feminisms

Flamingo Shadow: This is Just a Sad Rant (Don’t Listen …)—A Spoken Word Poem

Mike Laufenberg: An Army of Lovers Cannot Lose

Katrin Köppert & Karin Michalski: Impasse Archive

Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Affektive Begegnungen in translokalen Räumen. Zur Beziehung zwischen lateinamerikanischen Haushalts arbeiterinnen und deutschen Arbeitgeberinnen in der bezahlten Haushaltsarbeit

Henriette Gunkel, Elahe Haschemi Yekani, Beatrice Michaelis & Anja Michaelsen: Anrufung und Affekt. Ein Gesprächstext über (Anti-)Rassismus und queere Gefühle

Heather Love & Karin Michalski: Using Shared Experiences to Think Across Different Forms of Stigmatization: An Interview

Ins A Kromminga & Ulrike Klöppel: Girl-Monster or Boy-Monster? Ein Gespräch über künstlerisches Arbeiten als affektive Intervention in die Zwei-Geschlechter-Ordnung

Gefördert von der Hannchen Mehrzweck Stiftung und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Logo der hms. Hannchen Mehrzweck Stiftung

Logo der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Booklet: 10 Jahre iQt

Lust an Komplexität und Irritation

BROSCHÜRE // BOOKLET (dt/engl.), 2016

Lust an Komplexität und Irritation //
Pleasures of Complexity and Confusion
10 Jahre Institut für Queer Theory
10 Years Institute for Queer Theory

Antke Engel, Jule Jakob Govrin, Eva von Redecker (Hrsg.)
Berlin, 2016 (96 Seiten)
Copyright: Gender/Queer e.V. (Berlin)
ISBN 978-3-00-053141-5
€ 8,- (€ 10,- inkl. Versand)

download as/als pdf (10MB)

zu bestellen unter: mail(at)gender-queer.de

Lust an der Komplexität, der Irritation und am politischen Konflikt bestimmen die Arbeit des Instituts für Queer Theory (iQt).

Queere Politik arbeitet in der paradoxen Spannung, Differenz als Konstruktion von Ungleichheit zu bekämpfen, jedoch zugleich Differenz als Besonderheit zu stärken. Ziel ist es, nicht-hierarchische Unterschiede zu fördern und gleichfalls einen respektvollen, ermächtigenden Umgang mit Asymmetrien und der unhintergehbaren Andersheit Anderer zu finden. So erwächst im Gegenzug zur toleranzpolitischen Diversität (diversity) eine Strategie und Haltung der Queerversity, die die „Differenz des Differenten in der Diversität“ stärkt und die marktlogische Aneignung von Differenz als kulturelles Kapital unterläuft.

Comic

Das Comic "Ich sehe was, was du nicht siehst, oder: Wer sieht hier wen?"

ist im Rahmen der Arbeit des GenderKompetenzZentrum von Imke Schmidt und Ka Schmitz erdacht und gezeichnet worden.

Es befasst sich – zeichnerisch experimentierend – mit Fragen nach der bildlichen Darstellung von Diversitäten und Machtverschränkungen:

"Warum ist eine Strichfigur automatisch ein Stichmännchen? Was passiert, wenn ich ihr eine andere Identität als die 'Norm' zuschreiben möchte? Und wie geht das überhaupt?"

Das Comic kann gegen eine Schutzgebühr von 8,50 (inkl. Porto und Versand) bestellt werden über:

www.atelier-neundreiviertel.de