Buch: I is for Impasse

Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst

I is for Impasse. Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst
Käthe von Bose, Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Karin Michalski & Pat Treusch (Hg.)

2015, 148 Seiten, zahlreiche s/w und Farbabbildungen

978 3 94221 1421 6 . € 16,-


Mit Beiträgen von: Ann Cvetkovich, Chris Tedjasukmana, Anja Michaelsen, Jack Halberstam, Flamingo Shadow, Mike Laufenberg, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Henriette Gunkel, Elahe Haschemi Yekani, Beatrice Michaelis, Heather Love, Ins A Kromminga

I is for Impasse erläutert Ann Cvetkovich auf einem Bett sitzend im Videokunstfilm The Alphabet of Feeling Bad und verweist damit auf das Gefühl, in einer Sackgasse – impasse– festzustecken. Gefühlt weder vor noch zurück zu können, beschreibt emotionale Situationen, die häufig durch soziale Ungleichheit und Herrschaftsstrukturen bedingt sind, aber als individuell abgetan werden. Doch kann nicht auch eine solche Situation eine Öffnung für Andere(s) bewirken und Raum entstehen lassen für queer-politische Praktiken? Statt negative Gefühle möglichst schnell überwinden zu wollen, machen die künstlerischen, alltagsnahen, aktivistischen und wissenschaftlichen Beiträge dieses Buches Vorschläge für eine queer-feministische Auseinandersetzung um affektive Politiken. 



Inhalt

Käthe von Bose, Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Karin Michalski & Pat Treusch: Einleitung

Ann Cvetkovich & Karin Michalski: The Alphabet of Feeling Bad

Chris Tedjasukmana: Feel Bad Movement. Affekt, Aktivismus und queere Gegenöffentlichkeiten

Anja Michaelsen: Nicht-Trauern-Können und demonstratives Trauern. Affektive Folgen rassistischer Gewalt

Jack Halberstam: “A Path So Twisted”: Thinking Wildly With and Through Punk Feminisms

Flamingo Shadow: This is Just a Sad Rant (Don’t Listen …)—A Spoken Word Poem

Mike Laufenberg: An Army of Lovers Cannot Lose

Katrin Köppert & Karin Michalski: Impasse Archive

Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Affektive Begegnungen in translokalen Räumen. Zur Beziehung zwischen lateinamerikanischen Haushalts arbeiterinnen und deutschen Arbeitgeberinnen in der bezahlten Haushaltsarbeit

Henriette Gunkel, Elahe Haschemi Yekani, Beatrice Michaelis & Anja Michaelsen: Anrufung und Affekt. Ein Gesprächstext über (Anti-)Rassismus und queere Gefühle

Heather Love & Karin Michalski: Using Shared Experiences to Think Across Different Forms of Stigmatization: An Interview

Ins A Kromminga & Ulrike Klöppel: Girl-Monster or Boy-Monster? Ein Gespräch über künstlerisches Arbeiten als affektive Intervention in die Zwei-Geschlechter-Ordnung

Gefördert von der Hannchen Mehrzweck Stiftung und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Logo der hms. Hannchen Mehrzweck Stiftung

Logo der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Booklet: 10 Jahre iQt

Lust an Komplexität und Irritation

BROSCHÜRE // BOOKLET (dt/engl.), 2016

Lust an Komplexität und Irritation //
Pleasures of Complexity and Confusion
10 Jahre Institut für Queer Theory
10 Years Institute for Queer Theory

Antke Engel, Jule Jakob Govrin, Eva von Redecker (Hrsg.)
Berlin, 2016 (96 Seiten)
Copyright: Gender/Queer e.V. (Berlin)
ISBN 978-3-00-053141-5
€ 8,- (€ 10,- inkl. Versand)

download as/als pdf (10MB)

zu bestellen unter: mail(at)gender-queer.de

Lust an der Komplexität, der Irritation und am politischen Konflikt bestimmen die Arbeit des Instituts für Queer Theory (iQt).

Queere Politik arbeitet in der paradoxen Spannung, Differenz als Konstruktion von Ungleichheit zu bekämpfen, jedoch zugleich Differenz als Besonderheit zu stärken. Ziel ist es, nicht-hierarchische Unterschiede zu fördern und gleichfalls einen respektvollen, ermächtigenden Umgang mit Asymmetrien und der unhintergehbaren Andersheit Anderer zu finden. So erwächst im Gegenzug zur toleranzpolitischen Diversität (diversity) eine Strategie und Haltung der Queerversity, die die „Differenz des Differenten in der Diversität“ stärkt und die marktlogische Aneignung von Differenz als kulturelles Kapital unterläuft.

Comic

Das Comic "Ich sehe was, was du nicht siehst, oder: Wer sieht hier wen?"

ist im Rahmen der Arbeit des GenderKompetenzZentrum von Imke Schmidt und Ka Schmitz erdacht und gezeichnet worden.

Es befasst sich – zeichnerisch experimentierend – mit Fragen nach der bildlichen Darstellung von Diversitäten und Machtverschränkungen:

"Warum ist eine Strichfigur automatisch ein Stichmännchen? Was passiert, wenn ich ihr eine andere Identität als die 'Norm' zuschreiben möchte? Und wie geht das überhaupt?"

Das Comic kann gegen eine Schutzgebühr von 8,50 (inkl. Porto und Versand) bestellt werden über:

www.atelier-neundreiviertel.de

Wahlverwandtschaften

Thema des Abends:

Diskussion zum Thema Wahlverwandtschaften anhand von Performances, Filmscreenings und Kurzinputs.

Gäste:

mit Niehls Betro Diehl und Barbara K. Prokop (freischaffende Künstler*innen) mit einer Performance zu Familie, Markues (Künstler) über einige Dragdarstellungen der 1950er Jahre, Christine Woditschka und Barbara Buchmeier (Kunstkritikerinnen) zu Mode und dem Manifest „Der kommende Aufstand“, Sadie Lune (Performerin und Sexworkerin) mit einem Screening eines ihrer queerPornos


Beim ersten Mal stürzen wir uns auf die Familie. Wir wollen über zeitgenössische Verwandtschaftsformen sprechen, über queere Familien, Ersatzfamilien, sisters and brothers from another mother und Freundschaften, die dicker sind als Blut.
Dafür haben wir Gäste eingeladen, die uns mit Lesungen und Performances zum Thema auf die gemeinsame Diskussion einstimmen.
Do your family!

Von und mit Konstanze Hanitzsch, Angie Tsaros & Konstanze Schmitt

Logodesign by www.florigrafie.de

queersalonieren

Salon 4

Der Salon 4 war eine queere SalonTalkShow, die in den Jahren 2013/2014 stattgefunden hat. Zu dieser haben die Conferencieren (Konstanze Hanitzsch und Angie Tsaros) circa alle sechs Wochen in die „Vierte Welt“ (https://viertewelt.de) am Kottbusser Tor eingeladen.

Veranstaltungen des Salon 4

07.11.2013 Wahlverwandtschaften

Link zur Seite "Wahlverwandtschaften"

19.12.2013 Playgroundheroes

Eine menschliche Figur, die den Mond anschaut

Thema des Abends:

Welche Helden und Heroinen hatten wir in der Kindheit, welchen Einfluss hatten sie auf uns? Wie setzen wir uns heute mit ihnen auseinander?

Gäste

Die Heldinnen unserer Kindheit haben uns geprägt: Wie und warum? Was gibt es heute noch dazu zu sagen?

Wir möchten neue Blicke auf alte Verzauberungen werfen, hinter Spiegel schauen, durchs Labyrinth finden und Bären beim Trinken beobachten. Das von uns.

Wir möchten euch aber auch explizit dazu einladen, eure eigenen Playground Heroes*Heroines mitzubringen – in Form von Geschichten, Texten, Bildern, Hörspielen, Filmen etc.

Darauf freuen wir uns!

Die Conférencieren: Konstanze Hanitzsch, Angie Tsaros, Konstanze Schmitt

30.01.2014 Heterogenesis: Ein Abend zu Geschlecht, religiösen Schöpfungs- und Erlösungsgeschichten.

Flyer des Salons mit einem alten Gemälde von Adam und Eva im Paradies, mit Schlange und Apfel.
Gäste

Sven Glawion wird mit Márcia Moser sein Buch -Heterogenesis. Männlichkeit in deutschen Erzähltexten 1968-2000-diskutieren.

Wir freuen uns auf Euch und einen gemeinsamen spannenden Abend.

Die Conférencieren: Konstanze Hanitzsch, Angie Tsaros, Konstanze Schmitt 

11.03.2014 Fucking Unicorns – ein Abend zu queerporn

Flyer "Fucking Unicorns".
Thema des Abends: 

Sadie Lune und Kay Garnellen, beide schreibende Performancekünstler*innen, Sexworker*innen und Pornodarsteller*innen sind die Gäste dieses Abends, in dem es darum geht, insbesondere feministische Vorurteile gegenüber Pornografie zu hinterfragen und Möglichkeiten anderer Sexualitäten aufzuzeigen. Filmscreening und Diskussion.

Die Gäste:

Der Salon 4 ist eine queere SalonTalkShow zu der wir, die Conferencieren, circa alle sechs Wochen in die Marianne Bar in Kreuzberg einladen. 
Unser nächster Abend beschäftigt sich mit sexuellen Fantasien, und den Mitteln mit deren Hilfe wir sie zum Ausdruck bringen:

Was ist denn eigentlich Pornographie, und was macht sie queer (oder nicht)? Warum macht man queere Pornos, wer sieht sie, liest sie, schreibt sie? Und was ist dann der Unterschied zu ganz "normalen" Pornos? 

Wir sprechen einen Abend lang mit Filmemacher*innen, Schriftsteller*innen, Porno-(er)Forscher*innen – und euch! - über sexuelle Panik und visuelle Lust, und vieles mehr...

Auf einen entspannten und genussvollen Abend mit euch freuen sich 

Die Conferencieren: Konstanze Hanitzsch, Angie Tsaros, und Konstanze Schmitt

Beginn 19.30 Uhr, Bar öffnet um 19.00 Uhr. 

Büchertisch (auch mit Magazinen) diesmal von Other Nature, dem alternativen Sexladen am Mehringdamm 79. Holt euch neue Gute-Nacht-Geschichten! http://www.other-nature.de/

06.05.2014 Greetings from… An evening about feeling home

Thema des Abends:

Kate Hers, visuelle Künstlerin und Performerin (New York) und Richard Vaughan (Schriftsteller, Kanada): gemeinsame Lesung und Screening zum Thema queerness und „Heimat“.

Die Gäste:
17.06.2014 We are not getting any younger… Wir werden auch nicht jünger...
Flyer "Wir werden auch nicht jünger"
Thema des Abends:

Elliat Graney-Saucke (multi-media Künstlerin, Dokumentarfilmerin (Boys on the Inside), Diskussion zum Thema Alter, Queerness, Sexualität

Die Gäste:

Elliat Graney-Saucke, Dokumentarfilmer und Queer-Aktivistin
http://elliat-creative.com/

Älter werden ist kein Spaß. Die Gesellschaft, in der wir leben, idealisiert die Jugend – das Alter ist nicht sexy, hat meistens keinen Platz im Hauptabendprogramm. Und queer sein macht das Ganze dann auch nicht einfacher. 

Wir wollen im nächsten Salon4 fragen: Wie altern queere Menschen? Wir haben oft keinen Kontakt zu Blutsverwandten, heiraten nicht, und haben und keine Kinder oder andere ökonomische und psychologische “Sicherheitsnetze”. Wie sehen alternative Strukturen und Sicherheit für uns aus – gibt es sie überhaupt? 

Wir sprechen einen Abend lang nicht nur übers Erwachsensein, sondern auch darüber wie – und wo - wir älter werden. Altern wir anders als heterosexuelle Menschen? Wie organisieren wir Alternativen, die uns nicht erst “später mal” sondern schon jetzt unterstützen? Und was können wir von Initiativen aus anderen Ländern dazu lernen? 

Aging is not lost youth but a new stage of opportunity and strength. 
Betty Friedan

12.08.2014 Body differences – different bodies

Flyer mit einem Blaufußtölpel
Thema des Abends:

Kenny Fries (Autor, USA). Präsentation seines Buches The history of my shoes and the evolution of Darwins theory. Mit einem Kommentar von Dr. Ute Kalender. Diskussion zum Thema Körper-Politiken, Darwins Evolutionstheorie und Queerness.

Die Gäste:
Ankündigungstext:

Kreischend blaue Füße: Sind die zum Fliegen nütze? Oder wozu? Offensichtlich ist nicht alles von Nutzen, was so auf der Erde existiert – wie schön! Was meint eigentlich Darwin dazu? Und was der Autor des Buches „The history of my shoes and the Evolution of Darwin’s Theory” Kenny Fries?

Am 12.8. gibt es die Möglichkeit diese und andere Themen mit dem Autor Kenny Fries und seiner Moderatorin Ute Kalender in der Marianne in Kreuzberg zu besprechen. Lesung und Gespräch führen uns hinein in den Themenkomplex Adaption (Anpassung), multiple Identitäten und Gedächtnis & Körper.

Wir freuen uns auf Euch!

Bar open 19h

Beginn 19:30h

Marianne am Heinrichplatz, Kreuzberg

23.09.201 queere Weiblichkeiten…

Flyer "quere weiblichkeiten"
Thema des Abends:

Ein Gespräch mit Hengameh Yaghoobi farah (Bloggerin) und Frederik Müller (Regiesseur*) zum Thema Queerness, femme sein und anderen geschlechtlichen identitären Zuweisungen.

Die Gäste:
Ankündigungstext:

23. September 2014

Marianne Bar, Kreuzberg

Doors: 19 Uhr, Start 19.30 Uhr

Pink stinkt? Röcke und Make-Up sind nichts für Feminist*innen? Nagellack und Parfum sowieso auch nicht! Und natürlich is das alles nur was für Frauen? Finden wir eigentlich gar nicht und sprechen deswegen einen Abend lang mit Hengameh Yaghoobifarah und Frederik Müller über die Farbe Pink, queere Weiblichkeit(en), Glitter, Femmes, und vieles mehr! 

Liebe Grüße, eure Salonnieren

Angie Tsaros & Konstanze Hanitzsch

Die Diskussion findet auf Deutsch statt.

September 23, 2014 
Marianne Bar, Kreuzberg
Doors: 19 Uhr, Start 19.30 Uhr


28.10.2014 Die Uhr, die nicht tickt. Kinderlos glücklich.

Flyer "Die Uhr, die nicht tickt"
Thema des Abends:

Ein Gespräch mit der Autorin Sarah Diehl und der Bloggerin Dr. Lisa Malich zum Thema Familienpolitik, Mythos Mutterschaft und alternativen Lebensvorstellungen.

Die Gäste:
Ankündigungstext:

Die Uhr, die nicht tickt. Kinderlos glücklich

„Wenn meine biologische Uhr mir etwas sagt, dann, dass ich im besten Alter bin, dieses Buch zu schreiben.“

Immer mehr Frauen bleiben freiwillig kinderlos, nicht nur in Deutschland. Aber das Reden über die biologische Uhr ist so allgegenwärtig, dass Frauen sich selbst misstrauen, wenn sie die Uhr nicht ticken hören. Sie zweifeln ihre eigene Entscheidungsfähigkeit an, weil ihnen vermittelt wird, dass sie etwas anderes wollen müssen. Geht es ums Kinderkriegen, wird unbeirrt festgehalten an der Vorstellung vom angeborenen Mutterinstinkt und an der Idee vom allein seligmachenden Glück der Kleinfamilie. Politik und Gesellschaft bauen demografische und biologistische Schreckgespenster auf, um an alten Familienkonzepten und Geschlechterhierarchien festhalten zu können, so dass kein Kind zu wollen als unnatürlich, egoistisch und feige gilt. Sarah Diehl plädiert für ein Umdenken in Bezug auf Weiblichkeit, dem solidarischem Zusammenleben, Pflegearbeit und für die Vielfalt der Lebensmodelle.

Im Gespräch mit Lisa Malich wird Sarah Diehl beim nächsten Salon 4 ihr Buch in der Marianne vorstellen.

Sarah Diehl, geboren 1978, studierte Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies. Sie arbeitet zum Thema "Reproduktive Rechte im internationalen Kontext", hat hierzu zwei Anthologien veröffentlicht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm gedreht: Abortion Democracy: Poland/South Africa.

2012 erschien ihr erster Roman Eskimo Limon 9.

Sarah Diehl lebt als Schriftstellerin, Publizistin und Filmemacherin in Berlin.

http://www.arche-verlag.com/index.php?id=49

Lisa Malich, studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und der Indiana University Bloomington und war Stipendiatin des Graduiertenkollegs "Geschlecht als Wissenskategorie" an der Humboldt Universität Berlin und promovierte zur historischen Formation von Emotionalität in der Schwangerschaft.

http://lisamalich.wordpress.com/

http://fuckermothers.wordpress.com/category/kritiken-der-mutterschaftsideologie/

Wir freuen uns auf Euer kommen und eine spannende Diskussion mit Euch!

Angie & Konsten

Bar open: 19h

Beginn: 19:30

28. Oktober 2014

Marianne am Heinrichplatz, Kreuzberg

02.05.2014 Frau Doktor E. liebt die Abendsonne 

Töchter, Mütter und psychische Erkrankungen – Juliane Beer liest aus ihrem neuen Roman 

Abendsonne in der Stadt

Wir freuen uns am 2. Mai in der Vierten Welt am Kottbusser Tor Juliane Beer im Rahmen des Salon 4 als Gast begrüßen zu können. In ihrem Roman stehen neben der tragikomischen Handlung um Frau Doktor E. Familientragödien, vergessene Gespenster der Kindheit und kreative Handlungsstrategien von Mädchen und Frauen im Mittelpunkt.

Juliane Beer liest und diskutiert mit uns zum Thema Frau-/Mädchen-Sein, psychische Erkrankungen, Familie und Care-Work.

Die Vierte Welt öffnet Türen und Bar am 2. Mai um 19:30, die Lesung beginnt um 20:00.

Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen!

Juliane Beer, Jahrgang 1964, Kindheit und Jugend in Norddeutschland und London, lebt seit 1986 in Berlin. Wirtschaftsübersetzerin. Viele Jahre im Off-Theater-Bereich tätig sowie aktiv in verschiedenen Initiativen für ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen. Seit dem Jahr 2000 Autorin. Ihre Kurzgeschichten sind in Anthologien und Zeitungen erschienen. Frau Doktor E. liebt die Abendsonne ist ihr fünfter Roman.

subtil? wie sexualität rassisiert wird

23./ 24. April 2012, TrIQ e.V. Glogauer Straße (HH), Berlin-Kreuzberg

Workshop mit/with Nana Adusei-Poku, Antje Barten, Zülfukar Cetin, Tülin Duman,Henriette Gunkel, Urmila Goel, Anja Michaelsen, Thoralf Mosel, Saideh Saadat-Lendle, Leticia Sabsay.

Dieser Workshop befasst sich mit der Frage, wie mit Sexualität Politik gemacht wird. Und zwar sowohl von offiziell staatlicher Seite aus als auch innerhalb von Bewegungskontexten. Inwiefern werden unter der Überschrift internationaler Solidarität weiß-westliche und bürgerlich-liberale Sexualitätsvorstellungen zum Ideal erhoben – auch dann, wenn Heteronormativität in Frage gestellt wird? Wie greifen Homo- und Transphobie, Körper-Normen (ideal-befähigt, zweigeschlechtlich, weiß) und Rassismus ineinander? Wo werden sie gegeneinander ausgespielt? Lässt sich von „subtilen“ Rassisierungen sprechen oder verharmlost dies Rassismen? Und vor allem: Wie wird im politischen Aktivismus die Verschränkung unterschiedlicher Diskriminierungsfelder ernst genommen? Wie werden sie adressiert? Welche queer-politischen, antirassistischen Gegenstrategien werden entworfen?

veranstaltet vom Institut für Queer Theory: http://www.queer-institut.de/subtil-wie-sexualitaet-rassisiert-wird/

in Kooperation mit Gladt e.V. und finanziell gefördert durch die Hannchen Mehrzweck Stiftung.

[Bild: Logo Hannchen Mehrzweck Stiftung]

Gaga Feminism. Rethinking Queer Anarchy

ein Abend mit Jack Halberstam (organisiert vom Institut für Queer Theory)

27. Januar 2013 im Silverfuture  

Preisfrage: Was haben der schwangere Mann Thomas Beatie, der Comic-Schwamm Sponge Bob und der Popstar Lady Gaga gemeinsam?

Wer (k)eine Antwort auf diese Frage kennt, gewinnt die Teilnahme an einem Gespräch mit Judith Jack Halberstam: Der Schöpfer des „Gaga Feminism“ sieht die drei genannten medialen Figuren allesamt als Vorbot_innen eines Wandels, der unsere Vorstellungen von Verwandtschaft, Geschlecht und Sexualität radikal umkrempeln wird. Wie wir diesen Wandel beschleunigen können, indem wir selbst „gaga“ werden und was das alles mit queerer Anarchie zu tun hat, diskutieren Judith Jack Halberstam und Jana Günther.

Moderation: Sonja Erkens (Missy Magazin)

http://silverfuture.net/cms/2013/01/gaga-feminism-rethinking-queer-anarchy-sunday-27-01-2013start-530pm/ 

http://www.queer-institut.de/gaga-feminism-halberstam/

Vielen Dank für die in diesem Rahmen für Gender/Queer e.V. eingegangen Spenden!

rassisierte intimität ver_lernen

Sa 06. Juni 2015, 13.30-17.30, Berlin-Neukölln

Der Workshop “Un_Learning Racialized Intimacies” mit Gloria Wekker und Gail Lewis soll dazu beitragen, Räume der Auseinandersetzung zu eröffnen und nach queeren Formen von Community zu suchen, in denen sich unterschiedliche antirassistische queere Positionen nicht separatistisch voneinander abgrenzen müssen.

Wenn wir von rassisierter Intimität sprechen, meinen wir damit nicht nur erotische und sexuelle Beziehungen, sondern auch Freundschaften sowie politische Kontexte, die von Nähe (und dem darin angelegten Spektrum von Konflikt bis Vertrauen) geprägt sind. Wir halten es für politisch interessant, uns mit solcher Intimität zu befassen; ebenso wie mit den Versprechen, Wünschen, Befürchtungen und Ängsten, die mit den Verschränkungen von Rassisierung und Erotisierung einhergehen.

Der Begriff des Ver_lernens verweist auf Gayatri Spivaks Ausdruck, „to unlearn our privileges“; wobei wir von einer komplexen, manchmal widersprüchlichen Vielfalt der Privilegien- und Diskriminierungen ausgehen.

Warum ein Schreib-Workshop? Idee dabei ist, die Geschwindigkeit potentiellen Konflikts zu entschleunigen und sich Zeit zu nehmen, Formulierungen zu finden. Was heißt es, nicht nur der eigenen Position (vielleicht in ihrer Widersprüchlichkeit und Komplexität) Ausdruck zu verleihen, sondern auch Worte für die Begegnungen mit Anderen (und damit einhergehende Erfahrungen von Ähnlichkeit und Andersheit, von Queerness und Irritation) zu finden? Wie fließen Gewaltgeschichten sowie koloniale, rassistische und antisemitische, hetero- und körpernormative, homo- und transphobe Erbschaften in unser Wahrnehmen und Denken ein? Kurze Texte von Audre Lorde sollen als Inspiration für das eigene Schreiben dienen.

Gloria Wekker und Gail Lewis sind beide aus Audre Lordes Generation, waren mit ihr befreundet und vertreten explizit ihre Perspektiven einer solidarischen Praxis angesichts vielfacher Differenzen und Machtverhältnisse innerhalb queer-feministischer und Queer of Color Bewegungen.


Audre Lorde (1934-1992) war eine bedeutende US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin und bezeichnete sich selbst als „black lesbian feminist mother poet warrior“.


Gloria Wekker ist Autorin von „The Politics of Passion“ und “White Innocence” (DukeUniversity Press, im Erscheinen) und vormals Professorin der Gender Studies an der Universität Utrecht (NL).


Gail Lewis ist promovierte Soziologin und Psychotherapeutin am Birkbeck College, London (GB); sie arbeitet zu Gendering und Rassisierung in postkolonialen Kontexten.

Schreibsprache beliebig; Anleitung und Gruppengespräch: English

Bitte anmelden (begrenzte Teilnehmer_innenzahl):
mail@gender-queer.de

Organisiert von
Lena Eckert, Antke Engel, Sabrina Saase und Kathy-Ann Tan.

Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Neokoloniale Verhältnisse herausfordern. Queere und diasporische Formen des Ver_lernens“ (Institut für Queer Theory)

Gefördert von der Amadeu Antonio Stiftung. Vielen Dank!

[Bild: Logo Amadeu Antonio Stiftung]

Personenstand: divers - Gleichstellung weiterdenken

Fachtagung des Gleichstellungsteams der FernUniversität Hagen,
konzipiert und organisiert in Zusammenarbeit mit
Prof*in Dr*in Katharina Walgenbach, Lehrgebiet Bildung und Differenz
Dr*in Antke Engel, Gastprofessur Gender und Queer Studies 

Donnerstag 25. Juni 2020, 12:00 - 18:00
Livestream, Live-chat mit Referent*innen vor Ort an der FernUni Hagen
 

mit: Susanne Baer, Adrian de Silva, Antke Engel, RyLee Hühne, Kirsten Pinkvoss, Noah Rieser, Pasquale Virginie Rotter   

Eine Video-Aufzeichung der Tagungsbeiträge und ein Padlet sind hier verlinkt:

Videostreaming

Padlet

Anliegen der Tagung war es, die aus den Reformen des Personenstandsgesetzes erwachsenen Herausforderungen für die Gleichstellungspolitik zu diskutieren. Was bedeutet die Einführung von ‚divers’ als dritter Option des Geschlechtseintrags (PStG §45b), wenn Gleichstellung gesetzlich explizit als ‚Gleichstellung von Männern und Frauen’ formuliert ist? Wie kann Gleichstellung geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung unterstützen?

Angesichts der Tatsache, dass die Unterscheidung von Männern und Frauen immer noch strukturelle, statistisch signifikante Ungleichheit produziert (zum Beispiel, was Berufschancen, Vergütung oder die Verantwortung für Care- und Reproduktionsarbeit betrifft) liegt hier eine Herausforderung. Politische Maßnahmen, die diesbezüglich für Chancengleichheit und den Abbau von Privilegien und Diskriminierungen sorgen, sind somit nach wie vor notwendig.

Auftakt der Tagung bildet ein Vortrag von Prof*in Susanne Baer (Richterin am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe) zum Thema: 
Die dritte Option - Selbstbestimmung und Gleichberechtigung unter dem Grundgesetz.

Die Fachtagung knüpft thematisch an eine Veranstaltung von Gender/Queer e.V. an, die am 15. Januar 2020 in Berlin stattfand:

Gleichstellung – nicht-binär und intersektional?!